PROGRESS: Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen für Sozialwissenschaftliche Experimente

Ziele

Die vorliegende Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen dient dem Zweck, im Rahmen von Teil 2 des Programms PROGRESS die Durchführung sozial wissenschaftlicher Experimente als Innovationsquelle im Bereich sozialpolitischer Maßnahmen zu fördern, die unter die in der Europäischen Union angewandte offene Koordinierungsmethode in den Bereichen Sozialschutz und soziale Eingliederung fallen.

Für soziale Experimente gilt Folgendes:
  • Sie sollen innovative Antworten auf gesellschaftliche Bedürfnisse liefern.
  • Da ihre Auswirkungen unbekannt sind, sind sie zunächst in kleinem Maßstab durchzuführen.
  • Sie sind unter Bedingungen durchzuführen, die die Ermittlung ihrer Auswirkungen ermöglichen.
  • Sie sollen für den Fall, dass ihre Ergebnisse überzeugen, auf breiterer Basis zur Anwendung gelangen können.
Die ausgewählten Projekte sollen zur Ausgestaltung und Erprobung innovativer sozialpolitischer Konzepte in vorrangigen Bereichen der EU-Politik im Kontext der OKM wie aktive Eingliederung, Ausgrenzung auf dem Wohnungsmarkt und Wohnungslosigkeit, Kinderarmut sowie soziale Eingliederung von Migranten beitragen. Besonderes Augenmerk gilt Projekten, die das Thema der sozialen Eingliederung von Jugendlichen aufgreifen. Die Kommission begrüßt auch innovative Projekte, die sich mit dem Übergang von der Anstaltspflege zu alternativen gemeindegetragenen Betreuungsdiensten (Deinstitutionalisierung) für Ältere, Kinder, behinderte Menschen, einschließlich Menschen mit psychischen Erkrankungen, befassen.

Maßnahmen/Methoden

Die Projekte sollten sich mit folgenden Aufgaben befassen: Vernetzung der Betroffenen, Bewertung sozialer Experimente, Prüfung der Übertragbarkeit bestimmter Aspekte, Erstellung eines Verzeichnisses der in der Europäischen Union erzielten Fortschritte.

Antragsberechtigt

Die vorliegende Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen steht Antragstellern aus allen am Programm PROGRESS teilnehmenden Ländern offen, einschließlich der EFTA-/EWR Länder, der Beitritts- und der Kandidatenländer. Als Antragsteller kommen öffentliche Einrichtungen, regionale und lokale Behörden, NRO, Dienstleister usw. in Frage. Es muss sich um ordnungsgemäß konstituierte und eingetragene Organisationen (juristische Personen) handeln, die in einem der an PROGRESS teilnehmenden Länder niedergelassen sind und die bereits über eine Verwaltungs- und Finanzmanagementstruktur verfügen.

Verantwortlich

Europäische Kommission
J 27 DG EMPL/E2
Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen VP/2010/007
1049 Brüssel, Belgien

Einreichungsfrist Ende

31.08.2010

Quelle

GD Beschäftigung, Soziales und Chancengleicheit: AUFFORDERUNG ZUR EINREICHUNG VON VORSCHLÄGEN VP/2010/007