Bundesinitiative zur Gleichstellung der Frauen in der Wirtschaft

Ziele

Ziel dieses neuen Programms ist es, durch geeignete Praxisbeispiele Handlungsmöglichkeiten zu identifizieren, wie betriebliche Akteure die Beschäftigungssituation von Frauen nachhaltig verbessern können.
In den letzten Jahren hat es bereits eine Vielzahl von Gleichstellungsinitiativen unterschiedlicher Akteure gegeben, aber noch immer ist der Verdienstabstand zwischen Frauen und Männern sehr hoch. Frauen sind zumeist in Branchen mit niedrigeren Verdienstniveaus und seltener in Führungspositionen vertreten. Gerade vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und des sich abzeichnenden Fachkräftebedarfs bedarf es weiterer Anstrengungen zur besseren Ausschöpfung der Beschäftigungspotenziale von Frauen.

Maßnahmen/Methoden

* Innovative Ansätze zur Arbeitszeitgestaltung, die betriebswirtschaftlichen Notwendigkeiten ebenso Rechnung tragen wie einer ausgewogenen Work-Life-Balance zur Verbesserung der Erwerbsbeteiligung von Frauen.
* Betriebliche Modellprojekte / Maßnahmen zur stärkeren Überwindung von Rollenstereotypen, um mehr jungen Frauen an MINT-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik), an eine gewerblich-technische oder handwerkliche Ausbildung sowie weitere innovative Zukunftsberufe heranzuführen (z.B. durch Maßnahmen des Talent Managements in den Bereichen Personalmarketing und -rekrutierung).
* Stärkung der Handlungskompetenz betrieblicher Akteure zur Förderung der Chancengleichheit von Frauen in Unternehmen, insbesondere auch hinsichtlich einer Stärkung der Aufstiegsorientierung und Aufstiegsbereitschaft von weiblichen Angestellten (z. B. durch Mentoring oder Führungskräfteseminare für Frauen).
* Betriebliche Ansätze, die darauf abzielen, Qualifikationsverluste von MitarbeiterInnen während einer Familienphase zu verringern bzw. zu vermeiden und den schnellen beruflichen Wiedereinstieg zu unterstützen.
* Modelle und Maßnahmen betrieblicher Personalpolitik im Umgang mit dem demografischen Wandel und zur Erhöhung des Anteils von älteren weiblichen Beschäftigten und zur Sicherung von Erwerbschancen von Frauen (z.B. lebenslanges Lernen).

Zur Verbesserung der Beschäftigungssituation von Frauen in der Wirtschaft werden Projekte gefördert, die zu folgenden Zielen beitragen:

1. eine eigenständige Existenzsicherung
2. gleiche Aufstiegs- und Karrierechancen
3. bessere Beteiligung an betrieblicher Weiterbildung
4. eine Verringerung der Einkommensunterschiede
5. eine bessere Work-Life-Balance

Antragsberechtigt

Zuwendungsempfänger können grundsätzlich alle juristischen Personen des privaten und öffentlichen Rechts, rechtsfähige Personengesellschaften, Bildungsträger, Verbände und Forschungseinrichtungen sein. Privatpersonen können keine Zuwendungsempfänger sein. Antragsteller müssen eine Betriebsstätte in Deutschland unterhalten.

Einreichungsfrist Ende

01.01.2013

Termine

Die Einreichung von Anträgen ist laufend möglich. Die Auswahl der Projekte findet in einem dreimonatigen Rhythmus statt. Die jeweiligen Stichtage finden Sie auf der Website der Regiestelle des Programms.